von der Idee zur fertigen Wandgestaltung

Warnung: Dieser Beitrag ist lang und bunt 😉

Die Idee zu diesem Artikel lieferte mir Fanny, die vor ein paar Wochen fragte: Wieso hast du denn immer so gute Ideen? Die klassische Mama-Antwort ist: „Ideen fallen auch nicht einfach vom Himmel“ und deshalb schreibe ich hier auf, warum unser Schlafzimmer jetzt so aussieht:

Angefangen hat alles mit den Vorhängen: Die wanderten beim Einzug vom „alten“ Wohnzimmer in unser Schlafzimmer, das natürlich, wie alles in unserem neuen Zuhause weiß berau(h)fasert war. Klar war da nur: Weiß soll es nicht bleiben.

Die Vorhänge also: Nein, das ist kein Stoff von Ikea! Ich bin ein großer Marimekko-Fan, diese bunten und grafischen Muster haben es mir einfach angetan, natürlich allen Voran „Unikko“, das im gleichen Jahr wie ich Geburtstag hat. Das Muster der Vorhänge heißt „SIIRTOLAPUUTARHA“. Dieses unaussprechliche Wort bedeutet übrigens Schrebergarten, das weiß ich aber auch noch nicht so lange… meiner  Freundin Annette sei Dank fürs Übersetzen.

So sah es also lange Zeit aus und die erste Idee war, einfach die Wände in einem passenden Farbton zu streichen. Dann habe ich Farbe gekauft, im schönen Farbton „Lagune“ und den Eimer unters Bett gestellt.

Als großer Tapetenfan hab ich mich dann da mal umgeschaut. Es gibt so viele wunderbare Designs und viel zu wenige Wände in unserer Wohnung! Hier siehst du meine Auswahl, einige davon find ich ganz okay, einige viel zu langweilig oder unpassend in Farbe oder Muster.

Im nächsten Schritt war eine Schablone dran und ich voll motiviert, doch selbst zu gestalten. Hier ist das Ergebnis:

 

Im Prinzip ist das ein netter Gedanke und sieht auf dem Beispielfoto super aus, aber wenn die Wände nicht perfekt glatt sind und wenn man nicht die Zeit hat, jedes Loch einzeln auszumalen und trocknen zu lassen, wird das nix. Als hätte ich das nicht schon vorher gewusst. (Aber manchmal gibt man sich ja auch Illusionen hin).

Rolle rückwärts, nochmal Tapetenmuster bestellt

und entschieden: Der Laternenfisch wird es! Die Farben passen perfekt und das Fischchen sieht doch putzig aus! Dann mal kurz den Verbrauch ausgerechnet und leicht geschockt von der Idee Abstand genommen, weil das richtig teuer geworden wäre.

Zwischendrin habe ich natürlich immer in Heftchen geblättert, hier im „Schöner Wohnen“ vom September 2016:

Das ist jetzt eigentlich nicht so spektakulär, hat mir aber die entscheidende Idee geliefert: Ich teile die Wand in unterschiedliche Farbflächen und statt einer weißen Linie führe ich das Muster aus dem Vorhang fort.

Ich habe also eine gerade Linie gezogen und dann frei Hand mit Bleistift die Blüten gezeichnet. Weil der untere Bereich türkis gestrichen werden sollte, habe ich mich bei der Blütenbordüre auf grün und helles türkis beschränkt. Die Bordüre läuft links weiter bis zum Fenster, also Richtung Vorhang. Nach rechts habe ich mit einer Blüte den Übergang zur komplett türkis gestrichenen Wand gestaltet.

Zum Glück war an den letzten Wochenenden oft schlechtes Wetter, sonst wäre ich immer noch nicht fertig.

Jetzt sind wir richtig happy und schlafen viel besser. Beim Aufwachen fühlt man sich ein bisschen wie im Hotel-Themenzimmer,  also wie im Urlaub. Perfekt!

 

 

 

 

 

 

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